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DFG-Forschergruppe "Bild-Schrift-Zahl"

BSZ ist eine seit drei Jahren von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bislang mit rund 2 Millionen Euro geförderte Forschergruppe; die Verlängerung um weitere drei Jahre ist bereits positiv begutachtet. Die Teilprojekte der Forschergruppe "Bild-Schrift-Zahl" werden von sechs Hochschullehrern der Humboldt-Universität und einem aus der Technischen Universität und zweien aus der Freien Universität geleitet.  Bearbeitet wird das Themenfeld zwischen Technik und Kultur unter dem Eindruck der "Digitalen Revolution", die durch den umfassenden Einsatz von Computern und offenen Rechnernetzen weit über die Wissenschaften hinaus charakterisiert ist.

Das Spektrum der BSZ-Forschungen überdeckt Bild, Schrift und Zahl als Basismedien der modernen Kommunikation - in ihrer historischen Genese bis zu ihrer aktuellen Wirkmächtigkeit bei der digitalen Kodierung, Speicherung und Verarbeitung. Einzelthemen reichen von Rechen- und Kalendertechniken der Kulturen des Zweistromlands, der Formierung der griechischen Geometrie und des griechischen Alphabets, mittelalterlichen Schreib-, Zeichen- und Rechenformen oder dem frühen Buchdruck bis zu Hypertexten, zum technischen Bild, zu visuellen Argumentationsweisen und zu programmierten Modellbildungen.

Selbstverständlich können wir nicht das ganze Feld von Bild, Schrift und Zahl abdecken, was ja in gewisser Weise eine Definition aller Kulturtechnik darstellt. Wir greifen also auf die reichhaltigen Detaildarstellungen unterschiedlicher Einzelwissenschaften zurück und konzentrieren uns auf Bruchlinien und Differenzen, die zu medialen Transformationen und Transfers führen - oder geführt haben. Akzente liegen einerseits auf einer medienhistorischen Analyse und andererseits auf dem aktuellen Prozeß der Digitalisierung. Allgemeiner gesagt, geht es vorrangig um die mathematisch-orientierten Symboltechniken und um die Umbrüche in diesen Symboltechniken.

Der Begriff "Kulturtechnik", der die Arbeit des Helmholtz-Zentrums beschreibt, wird so genauer definiert - und auch eingeschränkt. Es geht nicht um ein organisch gewachsenes, gar umfassendes Bild von "Kultur", sondern um eine Bestimmung wesentlicher Elemente an ihren Entstehungs- und Wandlungsstellen. Unser Ziel ist nicht die vollständige Bestandaufnahme, sondern die präzise Bestimmung des Transfers von Vorstellungen, von Kultur und von Technik - bis hin zum Eingriff in aktuelle innerwissenschaftliche Diskussionsprozesse.


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Hermann von Helmholtz-Zentrum für Kulturtechnik
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