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Sitzung des Plenums
16. November 2000
Prof. Dr. rer. nat. habil. Siegfried Franck, Potsdam:
Habitable Zonen in extrasolaren Planetensystemen
Prof. Franck
(48) ist Geophysiker und Ökosystemforscher und Mitglied der Leibniz-Sozietät
seit 1994. Geboren in Annaberg-Buchholz, studierte er in Leipzig Physik,
wurde dort 1978 Dr. rer. nat. und 1984 Dr. sc. nat. Ebenfalls 1984 wurde
er mit der Leitung einer Abteilung im Potsdamer Zentralinstitut für
Physik der Erde der Akademie der Wissenschaften der DDR betraut. Er veröffentlichte
zahlreiche Aufsätze in internationalen Fachzeitschriften und war
1989 Mitherausgeber von "High-Pressure Investigations in Geosciences".
In diesem Jahr wur-de er auch zum Professor für Geophysik berufen.
Seit 1997 ist er Projektleiter am Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung
(PIK). Er arbeitet im "DARWIN Informal Team" zur Suche nach
extraterrestrischem Leben mit.
1995 wurde erstmals ein extrasolares Planetensystem mit einem jupiterähnlichen
Planeten und einem sonnenähnlichen Zentralstern definitiv nachgewiesen;
seitdem ermöglichten es große Fortschritte in der astronomi-schen
Meßtechnik, etwa 60 extrasolare Planeten zu finden. Mit diesen Entdeckungen
erlebte auch die Diskussion über die Existenz von extraterrestrischem
Leben einen neuen Aufschwung.
Die sogenannte "Habitable Zone" (HZ) in der Umgebung eines Zentralsterns
ist dadurch definiert, daß ein erdähnlicher Planet innerhalb
der HZ solche Bedingungen bietet, die die Existenz von Leben ermöglichen.
Im PIK wurde ein Erdsystemmodell entwickelt, das die Berechnung der HZ
ermöglicht. Damit kann auch abgeschätzt werden, wie viele erdähnliche
Planeten mit einer global agierenden Biosphäre (GAIAs) in der Milchstraße
existieren können.
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