engl. constraints, conditions; frz. constraintes; auch: Wohlgeformtheitsbedingungen
Bedingungen für die Anwendung und Form von Regeln in einer Theorie.
In der >GG haben Beschränkungen die Aufgabe, als universal angenommene Regeln so einzuschränken, dass ausschließlich grammatische natürlichsprachliche Strukturen erzeugt werden; sie gelten somit als Teil der universalen und angeborenen Sprachfähigkeit.
Beschränkungen wurden auf der Basis empirischer Untersuchungen zu einzelnen Sprachen v. a. in den Nachfolgemodellen des >Aspekte-Modells seit J. R. Ross (1967) diskutiert und spielen neben >Filtern in der >EST, in der >REST und in der >Barrieren-Theorie eine wesentliche Rolle.
Ziel der Diskussion war es stets, Beschränkungen so generell wie möglich zu formulieren. Generalisierungen wurden v. a. im Rahmen der >X-Bar-Theorie hinsichtlich zugelassener Phrasenstruktur sowie in der >Bindungstheorie hinsichtlich der Distribution referentieller Satzteile erreicht; >Empty Category Principle, >Subjazenz, >Zyklusprinzip.
Im Rahmen des Minimalismus werden die in früheren >Modellen formulierten Beschränkungen entsprechend den minimalistischen Anforderungen über ökonomisch geordnete Ableitungsschritte diskutiert bzw. umformuliert, vgl. Cho (2000), Hornstein (2000); >Bindungstheorie; Generative Ökonomieprinzipien.
In der klassischen Optimalitätstheorie werden universelle, verletzbare Beschränkungen einzelsprachlich geordnet und auf eine von einem Generator erzeugte Kandidatenmenge angewandt. Dabei gilt ein Element der Kandidatenmenge als optimal (bzw. grammatisch, >Grammatikalität), wenn kein anderes Element die am höchsten geordnete Beschränkung, hinsichtlich derer sich die Kandidaten unterscheiden, besser erfüllt, vgl. Lombardi (2001), zu Modifikationen z.B. Haspelmath (1999).
In Unifikationsgrammatiken spielen Beschränkungen eine unterschiedliche Rolle. Beispielsweise formuliert die >Head-Driven Phrase Structure Grammar (HPSG) mit Hilfe von Merkmalstrukturen universelle und einzelsprachliche Beschränkungen über ebenfalls als Merkmalstrukturen modellierte sprachliche Gegenstände.
J. Cho, The Nature of Legibility Conditions. Diss. Univ. of Toronto 2000.
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