engl. Burzio’s Generalization; frz. Généralisation de Burzio
Von L. Burzio (1986, 185) postulierter Zusammenhang zwischen dem Vorhandensein einer thematischen Subjektposition (d. h. der Existenz einer Subjekt->Theta-Rolle) und der Fähigkeit eines Verbs, seinem Objekt einen strukturellen Kasus (d. h. Akkusativ) zuzuweisen. Demnach sollte es universal kein Verb geben, das seinem Subjekt eine >Theta-Rolle, seinem Objekt aber keinen Kasus zuweist und umgekehrt.
In der >Rektions-Bindungs-Theorie kann die Burzio Generalisierung teilweise aus übergeordneten Prinzipien abgeleitet werden, im Minimalismus führt sie H. Haider (in Reuland (2000)) auf Ökonomieprinzipien über die Kasuslizensierung zurück.
L. Burzio, Italian Syntax. Dordrecht 1986.
L. Pylkkanen, Introducing Arguments. Diss. MIT Cambridge, Mass. 2002.
E. Reuland (Hg.), Arguments and Case: Explaining Burzio’s Generalization. Amsterdam 2000.
E. Woolford, Burzio's Generalization, Markedness, and Locality Constraints on Nominative Objects. In: E. Brandner & H. Zinsmeister (Hg.), New Perspectives on Case Theory. Stanford 2003, 301-329.