Hierarchiegesetze versuchen die für natürliche Sprachen generell geltenden Gesetzmäßigkeiten der Beteiligung grammatischer Kategorien bzw. Relationen an sprachlichen Regularitäten zu explizieren. Sie spielen v. a. in der >Relationalen Grammatik eine wesentliche Rolle, wurden jedoch auch für die Beziehungen zwischen Tiefenkasus und für zahlreiche andere Bereiche postuliert.
Beispielsweise wird von E. L. Keenan & B. Comrie (1977) ein Hierarchiegesetz postuliert, das dem Subjekt universell eine höhere Rangordnung zuschreibt als Objekten; dies soll z.B. erfassen, dass grammatische Regularitäten, die auf das Subjekt Bezug nehmen, zwar auch für Objekte gelten können, dass dies im allgemeinen aber nicht umgekehrt gilt (Notation: Subjekt < Direktes Objekt < Indirektes Objekt).
Die sog. Silverstein-Hierarchie (1. Person > 2. Person > 3. Person/Deiktika > Eigennamen > Menschlich > Belebt > Unbelebt) erfasst, dass die 1. und 2. Person die höchste Rangordnung bezüglich des Ausdrucks von Agentivität und Topikalität einnehmen (Silverstein (1976)).
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